Schreibst du deine Briefe mit Microsoft Word? Brennst du deine CDs mit Nero? Bearbeitest du deine Fotos mit Photoshop? Und was hast du für die Software bezahlt?
    Wie – nix? Aber ein schlechtes Gewissen hast du doch, oder?

    Muss ja nicht sein. Die Auswahl an OpenSource-Software ist inzwischen riesig. Für fast jeden Bedarf gibt es mittlerweile ein Pendant zum Nulltarif. Nicht immer erreichen die freien Software-Produkte die Qualität ihrer kommerziellen Vorbilder, aber für den Grundbedarf sind sie meist ausreichend. Ich habe im folgenden 10 der wichtigsten Alternativen zu proprietärer Software gelistet – mit einer Anmerkung zur Qualität. Die Auswahl beschränkt sich hier hauptsächlich auf Software für Privatanwender und Gestaltung, und Firefox bleibt hier natürlich unerwähnt.

    Kommerziell Open Source System Qualität
    Adobe Dreamweaver NVU
    Kompozer
    win mac In Grundfunktionen vollwertig
    Adobe Flash Professional Open Laszlo win mac linux Vollwertig, aber zu komplex, nur für erfahrene Entwickler nutzbar.
    Adobe Illustrator InkScape
    Auch Ersatz für MS Visio
    win mac Für umfangreiche Vektorgrafik-Bearbeitung OK. Reicht für Profis nicht aus.
    Adobe Photoshop The Gimp
    Gimpshop
    win mac linux Vollwertig, aber es fehlen Funktionen wie Ebeneneffekte, CMYK Support. Reicht für Profis nicht aus.
    Autodesk Maya 3D /
    Director
    Blender 3D win Sehr komplex, mittlerweile ausgereifter Entwicklungsstand.
    Microsoft Office (inkl. Visio) OpenOffice Suite win mac linux Vollwertig, aber etwas unhandlich. Outlook fehlt.
    Microsoft Outlook Thunderbird mit Lightning Extension oder Sunbird als Kalender win mac linux In Grundfunktionen vollwertig. Keine Exchange-Server Funktionen.
    Nero Burning Rom /
    Toast
    CD Burner XP win Brennfunktionen vollwertig. Kein Video Editing, keine .cue Images. Für Audio-CDs etwas umständlich.
    Infra Recorder win Brennfunktionen vollwertig. Kein Video Editing. Für Audio-CDs etwas umständlich.
    Burn mac Brennfunktionen vollwertig
    Steinberg WaveLab Audacity win linux Vollwertig
    Steinberg CuBase Ardour mac linux Nicht geprüft.
    Weit verbreitet.
    Keine Windows-Version
    Rose Garden linux Nicht geprüft.
    Weit verbreitet.
    Keine Windows-Version

    Meine eigenen Erfahrungen sind, dass sich die Anschaffung kommerzieller Anwendungen lohnt, wenn man mit der Nutzung Geld verdienen möchte. Die Arbeit mit Photoshop ist einfach effizienter als mit Gimp, dem OpenSource-Pendant. Bei allgemeinen Anwendungen, die einfachen und alltäglichen Aufgaben dienen sollen, rate ich von der Anschaffung teurer Programme ab.
    Beispiele: E-Mail- und Kontaktverwaltung – Thunderbird ist voll ausgereift und frei konfigurierbar. Genauso muss man sich nicht Adobe Illustrator kaufen, wenn man nur ein gelegentlich Vektorgrafiken erstellen möchte, Inkscape ist dafür mehr als ausreichend. Um sicherzugehen, dass man nicht unnötig Geld für kommerzielle Software ausgibt, lohnt sich eine kurze Recherche bei Open Source as Alternative (osalt.com). Dort ist die wichtigste Software gelistet, und passende Alternativen auf Open Source Basis sind angeboten. Es gibt allerdings auch viele Programme, die trotz gutem ersten Eindruck nicht sauber laufen. Genannt seien hier JahShaka, eine Video Editing Software, und Songbird, Mozillas Versuch, eine Alternative zu iTunes zu schaffen. Beide zeigten nach der Installation (untzer Windows XP) zahlreiche Bugs.

    Weitere Weblinks:

    Ich bin schon eine ganze Weile im Web unterwegs, und dass Firefox ein unschlagbarer Browser ist, hat sich mittlerweile in meine DNA eingebrannt.

    Im Sinne der Nutzenmaximierung habe ich immer wieder diverse Erweiterungen ausprobiert, und die, die bei mir geblieben sind und somit die Top 10 bilden, sind folgende:

    • All in One Sidebar
      Mit All in One Sidebar kann man sich alle Dienste, die Firefox bietet, in einer Spalte links vom Browserinhalt anzeigen lassen. Schafft viel Ordnung, speziell weil die Downloadliste nicht mehr in einem Extrafenster geöffnet wird.
    • Sage Feedreader
      Hat alles, was man von einem RSS-Reader erwartet und nichts, was man nicht braucht. Kann z.B. automatisch nach vorhandenen Feeds in der aktuellen Seite suchen. Kompatibel mit RSS & Atom. Keine Ahnung? Hier: Was ist ein Feedreader?
    • Web Developer
      Die Erweiterungen für Webdesign schlechthin. Mit der Web Developer Lesite kann man auf Mausklick in den Quelltext der aktuellen Seite schauen, sich die CSS-Eigenschaften anzeigen lassen und noch vieles mehr. Sehr umfangreich, der absolute Standard für Webworker.
    • IETab
      Meine Neuentdeckung schlechthin, unerlässlich fürs Webdesign: Mit IETab kann man sich die aktuelle Site von Firefox mit Internet Explorer Einstellungen anzeigen lassen. Fireox öffnet dazu tatsächlich die auf dem Rechner vorhandene Internet Explorer Engine in einem eigenen Tab. Super Sache, spart enorm viel Zeit beim Überprüfen der Kompatibilität!
    • del.icio.us Bookmarks
      Die del.icio.us Extension ist ist mittlwerweile mehr als die Summe aus zwei Buttons. man kann über ein Suchfeld direkt im Browser seine del.icio.us Lesezeichen durchsuchen – Nach Tags oder Begriffen. Mehr zu del.icio.us hier
    • Greasemonkey
      Mit Greasemonkey kann man Websites, die das erlauben (z.B. Flickr.com) nach seinen Wünschen anpasssen – über einzeln installierte Greasemonkey-Scripts. Toll ist z.B. das Multi-Group-Sender Script für Flickr, mit dem man ein Foto an mehrere Gruppen zugleich senden kann.
    • Google Browser Sync
      Synchronisiere deine persönlichen Browser-Einstellungen, wenn du an mehreren Computern arbeitest. Vorsicht:
      Browser Sync bedeutet eine Lücke im Datenschutz!
    • Copy as HTML Link rückt deshalb nach: Sehr einfache und hilfreiche Erweiterung für Blogger und Besucher von Foren. Mit zwei Mausklicks hat man einen aussagekräftigen Link in einen Beitrag oder Kommentar eingefügt.
    • MeasureIt
      Damit erhält man ein Linieal, mit dem die Pixelmaße einzelner Elemente der Site ermittelt werden können. Fürs Webdesign, genauso wie:
    • Colorzilla
      Colorzilla bietet eine Pipette, mit der Farbtöne auf der Seite aufgenommen werden können, zur Weiterverarbeitung in Photoshop, dem Stylesheet oder sonstwo.
    • Forecastfox
      Kompakte Wettervorhersage für deine Region. Voll konfigurierbar, für Leute, die auch mal nach draussen gehen.

    So long, wer hat noch Tips für mich?

    Wird mal wieder Zeit, eine Playlist meiner momentanen Top10-Tracks zu posten:

    Labels kriegt ihr selber raus, wir haben ja nicht mehr 1996.
    Hier ein Link zu meinen Top10 des Jahres 2006.

    Eine Meinung, der man sich anschliessen muss. Das Editorial von octanecreative.com wählte die 20 schlimmsten Plattencover aller Zeiten:

    Eine kleine Auswahl hier:



    Meine Sahnestückchen des letzten Jahres:

    1. Shauna Solomon – I wanna Be (John Creamer & Stephan K. Instrumental Mix)
    2. Jeff Bennett – Disconnecting
    3. Gui Boratto – Like You (Original Mix)
    4. Munk – Disco Clown (Digitalism Remix)
    5. Slam – This World (Robag Wruhme Vocal Mix)
    6. Trick And Kubic Feat Valeska – Easy (Original Mix)
    7. Parker Frisby – Krank Feiern
    8. Astudio ft. Polina – SOS (Skylark Remix)
    9. Digital Breaks Foundation – Way Back
    10. Kraak And Smaak – Maputo Express

    ein paar Tracks davon findet Ihr auf dem Mix Sudoku ate my Kids, ein paar weitere auf dem nächsten Mix, den ich etwa Ende Januar fertig haben werde.

    Also: Dranbleiben.

    PS: natürlich ist da einiges aus dem Vorjahr untergemischt. Stört euch nicht dran. Im Club und im Krieg gibt es keine Regeln ;).

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