Apollo ist nicht nur Gott und Mondrakete, sondern jetzt auch eine Laufzeitumgebung von Adobe, unter der beispielsweise der Musicplayer Finetune Desktop für das gleichnamige Webradio läuft. Nun, Pandora ist in Europa erstmal stumm und Last.fm bringt ohne Premium Account nichts: Meiner Meinung nach sollte aus dieser Nutzerschicht heraus (den Finetune-Kunden) ein Run auf die Apollo-Software stattfinden.
Damit hätte Adobe eine gute Grundlage für den neuen Coup gelegt und gewinnt gegenüber dem übergewichtigen Konkurrenzprodukt Java an Profil. Zumal der Apollo Installer mit 6 MB schlank daherkommt, verglichen mit etwa 18 MB für Java. Ich habe Apollo weder gründlich getestet noch mich ausführlich informiert. Für eine Plattform nach diesem Strickmuster sind wir Web-User aber mittlerweile reif. Apollo nutzt Flash-Komponenten und ist erhältlich für Windows und Mac, eine Linux-Version ist schon angekündigt. Mal sehen, wie’s weitergeht.

Hier eine etwas trockene Produktdemo:

Apollo ist also eine plattformunabhängige Laufzeitumgebung. Für Laien: Alle mit Apollo geschriebenen Programme funktionieren gleichermassen auf Windows- Mac- oder Linuxrechnern. Mit Flash geht’s ja auch.
Angewendet hauptsächlich für Rich Internet Applications. RIAs gelten als die nächste Generation von Software, da sie funktional mit Webservices verbunden sind. Nicht nur fürs Internet, auch im Intranet bieten RIAs Vorteile, da aktualisierte Versionen nicht erneut installiert werden müssen.

Links:
Apollo-Gimmicks
Video-Tutorials für Apollo