Sieht so aus, als ob das Vista-Debugging abgeschlossen ist. Die Microsoft Entwickler haben Zeit zum Spielen, und sind diesmal mit der Nase ziemlich weit vorne. Es gibt schon einen Prototyp der neuen Benutzeroberfläche Microsoft Surface zu bewundern:
Ein Coffetable Desktop?. Die Technik dahinter basiert auf Windows Vista: Im Innern des Couchtisches steht einfach ein Rechner. Unter der Acrylglasoberfläche finden wir ein 30-Zoll-Display mit Berührungsempfindlichkeit, und darunter erkennen fünf Kameras, ob ein Gegenstand auf der Oberfläche liegt oder nicht. Um diesen zu identifizieren, ist bislang noch ein Barcode notwendig.
Surface erinnert mich übrigens an diese Studie von 2006, den BumpTop 3D Desktop:
…Microsoft geht aber einen Schritt weiter. Die vollständige Produktdemo auf einer smarten Flash-Microsite gibt es hier.
Innovationen müssen also nicht immer Apples Job sein.
May 31
Die armen Amis. Müssen sich nicht nur mit Mormonen, Scientologen und Wiedergeborenen herumschlagen, nee, momentan salbadern noch die Kreationisten besonders lautstark. Wie der aufgeregten Tagespresse zu entnehmen ist, hat die Sekte Gesellschaft Answers in Genesis (“Antworten aus der Schöpfungsgeschichte”) in Kentucky für 27 Millionen Dollar das bisher grösste Schöpfungsmusuem eröffnet, unter anderem der These folgend, dass Dinosaurier -wie alle Tiere- am sechsten Tage erschaffen wurden und mit uns Menschen den Garten Eden bevölkerten. Museumsgründer Mike Zovath beziffert demanch ein Dinosaurierfossil auf stolze 6000 Jahre (in einem anderen Video zu sehen).
Da unterstütze ich als Technokrat lieber den Neoatheismus, wie er bei Spiegel.de, der Süddeutschen und wired.com behyped wird.
Die korrekte Fassung der Schöpfung kennt man in Springfield schon seit langem:
May 30
bitte denk doch erstmal nach, bevor du solche Werbung auf meiner Seite schaltest:

Vitalwasser? Vitaplex? Philosophie-Hörbücher? Wer soll denn das kaufen?
Nur ein gut gemeinter Ratschlag.
Im übrigen fahre ich jetzt für ein paar Tage nach Prag. Wir lesen uns nächste Woche wieder.
May 23
Apollo ist nicht nur Gott und Mondrakete, sondern jetzt auch eine Laufzeitumgebung von Adobe, unter der beispielsweise der Musicplayer Finetune Desktop für das gleichnamige Webradio läuft. Nun, Pandora ist in Europa erstmal stumm und Last.fm bringt ohne Premium Account nichts: Meiner Meinung nach sollte aus dieser Nutzerschicht heraus (den Finetune-Kunden) ein Run auf die Apollo-Software stattfinden.
Damit hätte Adobe eine gute Grundlage für den neuen Coup gelegt und gewinnt gegenüber dem übergewichtigen Konkurrenzprodukt Java an Profil. Zumal der Apollo Installer mit 6 MB schlank daherkommt, verglichen mit etwa 18 MB für Java. Ich habe Apollo weder gründlich getestet noch mich ausführlich informiert. Für eine Plattform nach diesem Strickmuster sind wir Web-User aber mittlerweile reif. Apollo nutzt Flash-Komponenten und ist erhältlich für Windows und Mac, eine Linux-Version ist schon angekündigt. Mal sehen, wie’s weitergeht.
Hier eine etwas trockene Produktdemo:
Apollo ist also eine plattformunabhängige Laufzeitumgebung. Für Laien: Alle mit Apollo geschriebenen Programme funktionieren gleichermassen auf Windows- Mac- oder Linuxrechnern. Mit Flash geht’s ja auch.
Angewendet hauptsächlich für Rich Internet Applications. RIAs gelten als die nächste Generation von Software, da sie funktional mit Webservices verbunden sind. Nicht nur fürs Internet, auch im Intranet bieten RIAs Vorteile, da aktualisierte Versionen nicht erneut installiert werden müssen.
May 22
Der G8-Gipfel in Heiligendamm ist schnell vergessen, wenn du dir diesen gewitzten Trickfilm anschaust:
Die Horst-Serie macht Volker Strübing auf Schnipselfriedhof, da gibt’s noch mehr Horst-Tricks.
via Nerdcore
May 21
Beim Medienjournalisten Stefan Niggemeier habe ich nicht nur ein schönes Essay über den flexiblen Umgang mit der Wahrheit beim TV-Sender 9Live gefunden, sondern auch ein Video, aus dem deutlich hervorgeht, dass die Quizsendungen manipuliert sind. Der sogenannte Hot Button wird angeblich durch einen Zufallsgenerator ausgelöst. Tatsächlich aber bestimmt ein Redakteur darüber, wann und vor allem welcher Anrufer durchgestellt wird. Nicht, dass wir das nicht schon gewusst haben . Ist aber dennoch schön, einen Beweis zu sehen:
Um Stefan Niggemeier kurz zu zitieren:
Es gibt viele Täuschungen im Spielablauf von 9Live und seinen Nachahmern und Konkurrenten wie CallActive (MTV-Gruppe) oder DSF. Aber eine zentrale Täuschung ist der systematisch erweckte Eindruck, ein technischer Zufallsmechanismus entscheide bei all den „Hot-Button”- oder „Leitungs”-Spielen darüber, wann der nächste Anrufer ins Studio durchgestellt wird. In Wahrheit ist es [...] die Redaktion, die entscheidet, ob man die Zuschauer noch [...] warten lässt, bis einer der Anrufer eine Gewinnchance erhält.
9Live [...] behält sich selbst die Entscheidung darüber vor, wann die nächste Ziehung stattfinden wird. Und während in Wahrheit alle Beteiligten beim Sender wissen, dass man erst am Ende der Sendung wieder einen Anrufer durchstellen wird, lügt vorne der Moderator ununterbrochen: „Sie müssen jetzt anrufen / der Hot Button kann jede Sekunde zuschlagen / es liegt an Ihnen, dieses Spiel zu beenden /beeilen Sie sich” etc.
Ein weiteres Video zeigt: Manche Spiele sind mit gesundem Menschenverstand überhaupt nicht zu lösen: Die richtigen Ergebnisse legt die Redaktion willkürlich fest. Die genannten 5553 Gramm sind zuerst zuviel, letztlich wird die richtige Summe aber mit 9483 Gramm angegeben.
“Fast schon notariell” Ganz schön trocken.
May 19
Schreibst du deine Briefe mit Microsoft Word? Brennst du deine CDs mit Nero? Bearbeitest du deine Fotos mit Photoshop? Und was hast du für die Software bezahlt?
Wie – nix? Aber ein schlechtes Gewissen hast du doch, oder?
Muss ja nicht sein. Die Auswahl an OpenSource-Software ist inzwischen riesig. Für fast jeden Bedarf gibt es mittlerweile ein Pendant zum Nulltarif. Nicht immer erreichen die freien Software-Produkte die Qualität ihrer kommerziellen Vorbilder, aber für den Grundbedarf sind sie meist ausreichend. Ich habe im folgenden 10 der wichtigsten Alternativen zu proprietärer Software gelistet – mit einer Anmerkung zur Qualität. Die Auswahl beschränkt sich hier hauptsächlich auf Software für Privatanwender und Gestaltung, und Firefox bleibt hier natürlich unerwähnt.
| Kommerziell | Open Source | System | Qualität |
|---|---|---|---|
| Adobe Dreamweaver | NVU Kompozer |
win mac | In Grundfunktionen vollwertig |
| Adobe Flash Professional | Open Laszlo | win mac linux | Vollwertig, aber zu komplex, nur für erfahrene Entwickler nutzbar. |
| Adobe Illustrator | InkScape Auch Ersatz für MS Visio |
win mac | Für umfangreiche Vektorgrafik-Bearbeitung OK. Reicht für Profis nicht aus. |
| Adobe Photoshop | The Gimp Gimpshop |
win mac linux | Vollwertig, aber es fehlen Funktionen wie Ebeneneffekte, CMYK Support. Reicht für Profis nicht aus. |
| Autodesk Maya 3D / Director |
Blender 3D | win | Sehr komplex, mittlerweile ausgereifter Entwicklungsstand. |
| Microsoft Office (inkl. Visio) | OpenOffice Suite | win mac linux | Vollwertig, aber etwas unhandlich. Outlook fehlt. |
| Microsoft Outlook | Thunderbird mit Lightning Extension oder Sunbird als Kalender | win mac linux | In Grundfunktionen vollwertig. Keine Exchange-Server Funktionen. |
| Nero Burning Rom / Toast |
CD Burner XP | win | Brennfunktionen vollwertig. Kein Video Editing, keine .cue Images. Für Audio-CDs etwas umständlich. |
| Infra Recorder | win | Brennfunktionen vollwertig. Kein Video Editing. Für Audio-CDs etwas umständlich. | |
| Burn | mac | Brennfunktionen vollwertig | |
| Steinberg WaveLab | Audacity | win linux | Vollwertig |
| Steinberg CuBase | Ardour | mac linux | Nicht geprüft. Weit verbreitet. Keine Windows-Version |
| Rose Garden | linux | Nicht geprüft. Weit verbreitet. Keine Windows-Version |
Meine eigenen Erfahrungen sind, dass sich die Anschaffung kommerzieller Anwendungen lohnt, wenn man mit der Nutzung Geld verdienen möchte. Die Arbeit mit Photoshop ist einfach effizienter als mit Gimp, dem OpenSource-Pendant. Bei allgemeinen Anwendungen, die einfachen und alltäglichen Aufgaben dienen sollen, rate ich von der Anschaffung teurer Programme ab.
Beispiele: E-Mail- und Kontaktverwaltung – Thunderbird ist voll ausgereift und frei konfigurierbar. Genauso muss man sich nicht Adobe Illustrator kaufen, wenn man nur ein gelegentlich Vektorgrafiken erstellen möchte, Inkscape ist dafür mehr als ausreichend. Um sicherzugehen, dass man nicht unnötig Geld für kommerzielle Software ausgibt, lohnt sich eine kurze Recherche bei Open Source as Alternative (osalt.com). Dort ist die wichtigste Software gelistet, und passende Alternativen auf Open Source Basis sind angeboten. Es gibt allerdings auch viele Programme, die trotz gutem ersten Eindruck nicht sauber laufen. Genannt seien hier JahShaka, eine Video Editing Software, und Songbird, Mozillas Versuch, eine Alternative zu iTunes zu schaffen. Beide zeigten nach der Installation (untzer Windows XP) zahlreiche Bugs.
Weitere Weblinks:
May 18
Nash Edgerton ist australischer Stuntman, Cutter, Produzent, Autor, Schauspieler und Regisseur. Ein Allrounder, ein Senkrechtstarter. In Blockbustern wie Matrix, Star Wars und Mission Impossible hat er nur seine Knochen hingehalten. Richtig geil sind aber mal seine eigenen Kurzfilme:
Lucky (2005) habe ich bei einem privaten Kurzfilmabend entdeckt. Bitte bis zum Ende schauen:
Etwas neuer ist Spider (2007), und hier warne ich zart Beseitete, im entscheidenden Moment nicht laut aufzuschreien:
Mehr Teaser und Filme gibt’s bei Blue Tongue Films
via Jutta / Spreeblick
May 16