Archive for April, 2007 Monthly Archives

    Ich bin definitiv kein Freund dieser “Ey guck ma wie Scheisse das aussieht“-Attitüde, die unsere bohlenkontamierte Gessellschaft nach dem Casting-Show-Gewitter verinnerlicht hat. Aber diese beiden Schweden machen sich mit einer athmosphärischen Gelassenheit über Rave- und Goa-Tänzer lustig, dass es nur so kracht:

    Auf den Sommer, alter Schwede.

    Kaspar Skårhøj, der Urheber des umfangreichsten und flexibelsten Content Management Systems im Open Source Bereich, dankt als Chef des Entwicklerteams ab. Seine Aufgaben wird der Schweizer Michael Stucki übernehmen. Damit geht eine schillernde Lebensgeschichte in die nächste Phase über. Kasper’s Abdankung wurde in einem Video-Podcast festgehalten:

    Man mag ein wenig über die Überzeugung Kaspers schmunzeln, mit der er seinen Glauben lebt. Aber ach: Er ist gläubig, und das ist gut so! Ich als atheistischer Technokrat erkenne das neidlos an.

    Kaspar, Christ und Manager in einem, hat durch seine Vorleistung Typo3 zum absoluten Durchbruch verholfen. 10 Jahre nach der ersten Skizze ist Typo3 durch die Beteiligung der Open Source Comunnity mehr als marktreif geworden. Was Typo3 genau ist, kann man hinter diesem Link erfahren.

    Wer sich einen Überblick über die Möglichkeiten und die Installation von Typo3 verschaffen möchte, sollte sich das interaktive Video von Galileo Press ansehen. Aber Achtung: Als Unbedarfter weiss man danach noch nicht, wozu Typo3 in der Lage ist.

    Hier ein paar Beispiele: Schmucke Seiten, betrieben mit Typo3:

    1.FC Köln

    3ev.com

    Pier 21

    AMUE France

    Dassault Systemes

    Rewe Group

    Volkswagen IR

    Typo3 ist Open Source. Nach dem Paradigmenwechsel im Web eher ein Marktvorteil ist als ein Hinderniss. Lizenzpflichtige Content Management-Systeme wie ContentServ und Weblication sind rückläufig – Vor allem im Bereich mittlerer bis mittelgrosser Websites.

    Natürlich würde man Schwierigkeiten haben, mit Typo3 eine Portal wie Spiegel.de, Amazon oder gar Ebay zu betreiben. Für derartige Zugriffszahlen lohnen sich teurere und schnellere Systeme. Websites jedoch, deren Anspruch über die einfache Web-Präsenz hinausgehen und auf Flexibiltät und Erweiterbarkeit ausgerichtet sind, kommen um Typo3 nicht herum.

    Wer auf den Geschmack gekommen ist und Typo3 als System für eine Website nutzen möchte, sollte sich als Entwickler zu folgenden Punkten Gedanken machen:
    • Beherrsche ich bereits die Grundlagen des Webdesigns? Zu nennen wären zuallererst HTML und CSS, damit natürlich auch das Grundprinzip der Trennung von Layout und Inhalt. PHP ist sinnvoll, gehört aber zur Kür.
    • Kann ich mir notwendige Kenntnisse über Web-Communities und andere Quellen selber aneignen?
      Typo3 ist kein Plug-and-Play-Produkt. Es muss angepasst werden, und bis die erste Seite steht, kommen Newbies an die Grenzen der Belastbarkeit.

    Alles andere kommt dann Learning by Doing. Ab einem bestimmten Stadium veliert man die Scheu, innerhalb der Typo3-Konfiguration Werte zu ändern: Man weiss, was man tut. Und dann beginnt das eigentliche Abenteuer: Erweiterungen installieren (News, Newsletter, Blog, User-Verwaltung etc.), Daten verwalten und letzen Endes komplexe Konzepte verwirklichen.

    Übrigens: Diese Seite ist noch nicht in Typo3 erstellt. Aber andere.

    Diesen Samstag wieder: BOOB im Dos Equis (XX) mit angeschlossenem Lover’s Club Biergarten. Michael Turecki und Jesus Presley sorgen für euch, bei milden Temperaturen könnt ihr zu einer elektronischen Soundselektion die Hüften schütteln, von House bis Discopunk.

    Michael Turecki und Jesus Presley
    XX / Lover’s Club
    Friesenstr. 62
    50670 Köln
    Sa, 28. April 07
    23:00h
    Eintritt frei!

    freuen uns auf euch…

    2007 ist Googlejahr. Ich klinke mich mal in das allgemeine Blätterrauschen ein:

    das Auge berichtet:


    Die von BrandZ [...] präsentierte Liste der 100 mächtigsten Marken ermittelt für Google einen Markenwert von 66,43 Milliarden Dollar. Microsoft [...] fällt auf Platz drei zurück. 2006 belegte Google noch Platz sieben.

    Ein Indiz dafür, dass Investoren, Anleger und Konsumenten die Zukunft ganz klar ausgerichtet sehen auf Internet und Technologie. Man mag einiges mehr hineindeuten. Ich freue mich vor allem, dass Google’s überzeugendes Firmenkonzept vergoldet wurde und Microsoft einen Deckel für seinen Mangel an Innovation bekommen hat.

    Dazu noch ein Hinweis auf dieses Video: Master Plan – The power of Google

    Why take diet pills when you can enjoy AYDS? Da haben ein paar Werber das Dröhnen am Horizont nicht gehört… Schön, dass man noch 25 Jahre später solche Perlen zu sehen bekommt.

    Release dieses Werbefilms: 1982.
    AIDS wurde 01.Dezember 1981 als eigenständige Krankheit erkannt.

    via uiuiuiuiuiuiui.de

    Wie ich bei Dr.Web lesen durfte, hat ein kluger irischer Kopf names Lee Munroe eine Projektidee seines Kunden Nick dazu genutzt, den Projektablauf in Blogform zu dokumentieren. Die geplante Website ist ein Trikot-Konfigurator namens Kit Me Out und basiert hauptsächlich auf Flash. Lee’s Projektblog ist mit vielen Grafiken angereichert und sorgfältig strukturiert.

    Durch den Buzz, den er mittlerweile erzeugt hat, schlägt er drei Fliegen mit einer Klappe:
    • Er steigert seinen eigenen Pagerank enorm (Der Mann ist Freelancer – $$$).
    • Der Konfigurator und somit der Trikotshop startet mit hoher Publicity
    • Die Web-Gemeinde kann sich an der Umsetzung beteiligen.
      Wobei Lee Kommentare ermöglichen sollte, das wären gratis Usability-Tests parallel zur Entwicklungsphase.


    Ob das Design und die Umsetzung von kit.meout.net State of the Art ist, bleibt dahingestellt. Mir gefällt das Konzept aber sehr, und per RSS lässt sich der Fortschritt easy nachverfolgen.

    Ein Vorhaben, dass in Hinblick auf mittlerweile 113 Millionen Websites
    grotesk erscheint, haben sich die US-National Science Foundation und andere Arbeitsgruppen weltweit in die Agenda eingetragen: Das Internet soll rebootet werden, ein neues Internet geschaffen werden, dass die Unzulänglichkeiten des bestehenden Netzes hinter sich lässt. Die Arbeitstitel lauten GENI (Global Environment for Network Innovations) und FIRE (Future Internet Research and Experimentation; Yes!).

    Probleme im heutigen Netz sind vor allem Spam, Trojaner, DoS-Attacken, aber auch Viren, SQL-Injections und andere Zeitvertreibe für Hacker.

    Der Clean Slate genannte Ansatz könnte vorerst parallel zum bestehenden Web laufen und es später ersetzen. Das sei aber erst in 15 Jahren denkbar. Meiner Meinung nach allerdings erst viel später: Zu sehr hat man bestehende Pfade ausgetreten, und viele Beteiligte werden diese erst sehr spät verlassen. An HTML als Grundgerüst und den Speicher- und Abfragemethoden wird sicherlich noch lange festgehalten.

    Aber auch Vinton Cerf, der Chief Internet-Evangelist bei Google und einer der Väter des Internet, hält den Ansatz für durchaus fruchtbar, weil die heutige Technik längst nicht allen Ansprüchen genüge.

    Clean Slate ist übrigens nicht zu verwechseln mit dem schnellen Internet2 (basierend auf Glasfaserleitungen) oder dem heilsbringenden Web2.0.

    Der komplette Artikel hier: heise.de (via Maus)

    Gratis Filehosting-Angebote gibts es ja schon seit Grossmutter’s Internet und mittlerweile wie Sand am Meer. Ich habe das nie besonders gerne genutzt, Dateigrössenlimits und Pornowerbung auf den Portalseiten haben mich eher abgeschreckt. Es mag viel gute Gratishoster geben, aber DivShare ist mir aktuell am liebsten.

    • Unbegrenzte Dateigrösse (Update: Das war mal. Seit Mai 2007 ist man auf 200 MB beschränkt)
    • Unbegrenzt viele Dateien
    • Unbegrenzte Speicherdauer
    • Sehr hohe Down- und Uploadbandbreite (selbstgetestet, erste Sahne!)
    • Intuitive Web-Oberfläche (in Kuschelweb2.0-Optik)
    • Keine Popups
    • Nachteil: Keine direkte Verlinkung auf Dateien (z.B. für Einbettung von Bildern, Mp3s etc.)

    Die Einbettung bis Dateigrösse 50MB möglich macht übrigens das Konkurrenzangebot Localhostr.

    Da fragt man sich, wie solche Leute ihren Profit machen… Nur mit Adwords?

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